Der größte Brutus-Fan im Interview

Unser Museumsmitglied Claude Bonifas liebt alte Karren und einen ganz besonders: das Experimentalfahrzeug Brutus. Das dies kein gewöhnlicher Oldtimer ist, ist klar: Ein Fahrgestell mit Kettenantrieb von 1907 bildet dabei die Grundlage (dieses war eine Zeitlang bei einer Feuerwehr in Amerika im Einsatz). Darauf wurde ein 12-Zylinder-Flugmotor von BMW mit einem Hubraum von knapp 47 Litern montiert (aus dem 1. Weltkrieg). Wo auch immer das feuerspeiende und 550 PS-starke Geschoss mit seiner schwarzen zigarrenförmigen Karosserie auftaucht, sorgt es für fassungsloses Staunen; wahren Technikfans schießen Freudentränen in die Augen und der wohl größte Brutus-Fan (Claude) aller Zeiten lässt sich diesen sogar tätowieren. Im Sommer ist dann auch sein Traum in Erfüllung gegangen: Er durfte den Brutus fahren. Bevor es in den zweiten Lockdown ging, hat der Luxemburger uns noch einmal besucht und über sein Erlebnis erzählt.

Deine Brutus-Liebe geht Dir sogar unter die Haut. Was begeistert Dich daran?
Der Brutus ist mein Traumfahrzeug. Ich finde es klasse, was damals alles an Fahrzeugen gebaut wurde und auch wenn es kein Geld gab. Es wurde alles verbaut, was links und rechts rum lag. Und ich bin ein BMW-Fan - doch leider haben sie nie so ein Fahrzeug gebaut. Brutus ist mein absolutes Traumfahrzeug.

Wie hat das Museum von Dein Tattoo erfahren?
Meine Frau hat einfach ein Foto von meinem Brutus-Tattoo ans Museum gesendet und so kam dann alles ins Rollen. Ich bin meiner Frau sehr dankbar, dass sie das gemacht hat, denn dadurch habe ich sehr nette und verrückte Leute kennen gelernt.



Wie kam es dazu, dass du den Brutus fahren durftest?
Dass ich den Brutus fahren durfte, kam durch meine Art, nicht locker zu lassen. Außerdem habe ich immer wieder Scherze mit Herrn Layher (Museumspräsident) gemacht, bis er dann endlich zugesagt hat!

Dann kam der besagte Tag. Wie war es, das Hubraummonster zu fahren?
Die Fahrt war der Wahnsinn und auch anstrengend. Dachte, dass mein Fahrzeug (Hot Rod) schon krank wäre, aber der Brutus ist der Hammer. Dieses Fahrzeug mit Gas am Leben zu halten, fand ich anfangs sehr anstrengend, da man die Fußbremse nur im Notfall benutzt, weil sonst die Möglichkeit besteht, dass es aus geht. Außerdem bremst man mit der Hand. langsames Fahren kennt er nicht. Sonst fand ich, dass der Brutus sich sehr schön fahren lässt und man sich schnell wohl fühlt. Nur den Respekt davor sollte man nicht verlieren. Ich hätte nicht gedacht, dass der Brutus sich so gut fahren lässt...Die Videoaufnahmen währenddessen haben mich etwas abgelenkt. 

Würdest Du es gerne wiederholen?
Ja - auf jeden Fall. Ich freue ich mich auf die nächste Fahrt, dann hoffentlich auf dem Flugplatz in Speyer. Der jetzige Brutus-Fahrer des Museums geht ja irgendwann in Rente! (lacht)

Du selbst bist ein Oldtimer-Besitzer. Was glaubst Du, was Menschen an Oldtimern fasziniert?
Ich besitze einen Hot Rod, denn mich faszinieren Fahrzeuge vor 1940. Mehr lesen kann man darüber im „American Dream Cars“ Buch des Museums. Ich denke, dass Oldtimer die Menschen faszinieren, da es schön ist, die alten Fahrzeuge am Leben zu erhalten und die Menschen mit Herz und Seele dabei sind.

Wird es noch ein weiteres Brutus-Tattoo geben? 
Eher nicht! (lacht)

Und wer unseren Brutus einmal live erleben möchte, der kommt zum BRAZZELTAG nach Speyer.  

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