Unser Weihnachtslebkuchen - Das Making of

Handwerkliches Geschick sowie das Verständnis und die Leidenschaft für Technik: Ohne diese Eigenschaften würde es unser Museum in der jetzigen Form nicht geben. Unsere Museumsmitglieder, die Fans und wir lieben das Handwerk!
Deshalb möchten wir in Zukunft jedes Jahr ein neues handgefertigtes Motiv für unsere Weihnachtskarte produzieren. Wie das aussehen kann, seht Ihr an unserer diesjährigen Karte.

Wir haben uns dieses Jahr für unser Museumslogo als Lebkuchen entschieden und tolle Unterstützung von der Bäckerei & Konditorei Schieck in Helmstadt-Bargen bekommen.

Im familiengeführten Traditionsunternehmen wird seit 1881, in der neunten Generation, handwerklich gebacken und großen Wert auf die verwendeten Zutaten gelegt. Die Produkte werden mit Respekt behandelt und um keine Rohstoffe zu verschwenden, immer nur so viel gebacken, wie auch verkauft werden kann. "So nah wie möglich, so frisch wie möglich“, ist der Leitspruch der Bäckerei. Rezepte werden hier von Generation zu Generation weitergegeben und mit den jeweiligen Erfahrungen ergänzt. Bei der Bäckerei Schieck kommt eben nur das Beste auf den Tisch.

Wir waren bei der Entstehung des Lebkuchens dabei und haben den Prozess begleitet:

Den Teig hatte Bäcker Till Schieck bereits vorbereitet, denn je länger ein Lebkuchenteig ruht, desto besser wird er. Alte Bäckermeister schwören darauf, den Teig bereits im August anzusetzen. Unser Teig hatte ein paar Tage Zeit zu ruhen, das war auch ausreichend.

Zunächst wurde der Teig mit der Hand geknetet. Das Kneten ist wichtig, damit die Luft aus dem Teig geht und beim Backen keine Blasen schlägt. Anschließend wurde der Teig ausgewalzt, um die restliche Luft aus dem Teig zu bekommen. Das ganze mehrmals, bis zur gewünschten Dicke.

Mit Hilfe einer Schablone unseres Logos, schnitt Till den Teig dann präzise aus und legte ihn mit Ausstechern frei.

Bei 180 Grad kam der Lebkuchen dann in den Ofen und ging etwas auf.
Nach dem Backen wurde der Lebkuchen mit einem Konfitüre-Stärke-Gemisch für den Glanz eingestrichen. 
Wichtig bei diesem Schritt ist, dass die Glasur und der Lebkuchen die gleiche Temperatur haben!
Dann folgte die erste Probe. Getestet wurde Konsistenz, Geruch, Geschmack und Rösche (Knusprigkeit).

Während der Lebkuchen abkühlte, wurde der Zuckerguss vorbereitet. Dieser besteht aus Eischnee, Puderzucker, Zitronensaft und Lebensmittelfarbe. Wir entschieden uns für die Museumsfarben Rot und Blau. Mit einem Spritzbeutel wurde dieser in sehr präziser Arbeit auf den Lebkuchen aufgetragen. Wichtig ist hier die richtige Konsistenz.
Nach dem Trocknen entstand dann dieser traditionelle Lebkuchen, der sich auf der Weihnachtskarte wirklich gut macht!

Den fertigen Lebkuchen gibt es uns im Museum Sinsheim zu sehen. Er befindet sich in Halle 2 oben auf der Galerie in der Werkstatt-Ecke.

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